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Start zum Finale der KF3.

Christopher und Anna-Lisa Dreyspring sorgten bei den Rotax
Junioren für Aufsehen.

Doppelsieg für Andre Matisic in der KF2.

Im Finale der KF3 hatte Kim-Luis Schramm die Nase vorn.

Michele Di Martino gewann die KZ2 vor Patrick Kreutz.

Phillip Wendt gewann in der Klasse der Rotax Senioren.

Start der Bambini mit Doppelsieger Gianni Janzik (44) auf der
Pole-Position. |
DMV Kart Championship im Hitzekessel von
Urloffen
(22.08.11) Das Gastspiel auf dem Ortenauring von Urloffen
beendete am vergangenen Wochenende (20./21.08.2011) die
zweimonatige Sommerpause des DMV Kart Championships. Trotz
andauernder Ferienzeit fanden rund 70 Teilnehmer den Weg auf den
mit 840 Meter kürzesten Kurs im DMV-Tourplan 2011. Mit
Temperaturen jenseits der 30 Grad-Grenze kehrte auch der Sommer
aus seiner Auszeit zurück und sorgte im wörtlichsten Sinne für
heiße Rennen. Einzig die Mittagspause brachte mit einem
Regenschauer fast schon erleichternde Abkühlung beim fünften
Saisonlauf des Jahres.
Bambini: Punktemaximum für Gianni Janzik
Pole-Setter Gianni Janzik (TR Racing) gab auch im Prefinale den
Ton an. Er suchte sofort sein Heil in der Flucht und feierte am
Ende einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Dahinter brannte
jedoch die Luft. Max Hesse (Solgat Motorsport), der von Position
zwei ins Rennen gegangen war, erwischte einen miserablen Start
und fiel auf Position sieben zurück. Fortan blies er zur
Aufholjagd und fand zur Rennhalbzeit wieder den Anschluss an
eine Dreiergruppe. In einem spannenden Finish war es am Ende
Marcel Richter (Schwabe Motorsport), der sich knapp auf Position
zwei vor Max Hesse, Jannes Fittje (Ebert-Motorsport) und Dominik
Choroshavin (Tony Kart) behaupten konnte.
Auch im Finale war Gianni Janzik das Maß der Dinge. Am erneuten
Sieg des Jesolo-Piloten konnte auch Max Hesse nichts ändern, der
bis ins Ziel dahinter vergeblich auf seine Chance gewartet
hatte. Als Dritter komplettierte Jannes Fittje nach einem
einsamen und sicheren Rennen die Top drei des Finales.
KF3: Schramm gewinnt Finale
Von der Pole-Position aus hatte Gabriel Seebald (KKC-Racing) das
Prefinale im Griff. Einen leichten Gang hatte er dennoch nicht,
denn mit Marcel Lenerz (TR Racing) hatte er bis zum Fallen der
Zielflagge einen hartnäckigen Gegner im Nacken, der aber
letztlich keinen Weg vorbei fand. Dahinter hielt das Duell
zwischen Fabian Schiller (Jedi Racing Team) und Kim-Luis Schramm
(KSM Racing Team) die Zuschauer in Atem. Bis zur letzten Kurve
schenkten sich die beiden keinen Meter und so kam es kurz vor
dem Ziel zu einem Lackaustausch. Beide verloren Schwung und so
freute sich Louis Wölfle (TR Racing) als lachender Dritter über
Rang drei im Ziel. Schramm lief im Fotofinish als Vierter vor
Schiller ein.
Im Finale trumpfte Schramm mit dem besten Start auf und so
konnte sich der KSM-Pilot sofort an die Fersen vom Führenden
Seeblad hängen. Es dauerte nur eine Runde bis Schramm auch den
Spitzenreiter kassieren konnte und Platz eins übernahm. Seebald
folgte wie ein Schatten, kam aber bis zum Ende nicht mehr an
Schramm vorbei. Platz drei gehörte zunächst Wölfle, der jedoch
zu Rennbeginn mit Schiller aneinander geriet und einen Ausritt
in die Wiese in Kauf nehmen musste. Auch Lenerz, der im
Anschluss Position drei erbte, konnte sich nur kurz darüber
freuen und musste sein Kart mit technischem Defekt vorzeitig
abstellen. Am Ende war es Schiller, der sich haudünn den letzten
Podestplatz sichern konnte.
KF2: Doppelsieg für Andre Matisic
Klare Verhältnisse herrschten im zehnköpfigen Feld der KF2. Der
Trainingsschnellste Andre Matisic (KKC-Racing) hatte die
Konkurrenz auch im Prefinale unter Kontrolle und fuhr den Sieg
mit einen kleinen Respektvorsprung problemlos nach Hause. Das
galt auch für die weiteren Platzierten, Jonas Wolters (Eurokart
CRG Germany) und Julia Leopold (KSM Racing Team), die die
Positionen zwei und drei sicher ins Ziel brachten. Nach vorne
ging es derweil für Tom Lorkowski (Jedi Racing Team), der nach
dem Qualifying auf dem letzten Platz zu finden war. Der
Rösrather verbesserte sich im Prefinale auf den vierten Rang.
Matisic ließ sich auch im Finale nicht die Butter vom Brot
nehmen. Einmal in Führung liegend, musste er sich nur kurzzeitig
gegen den Zweitplatzierten Wolters zur Wehr setzen bevor er den
Doppelsieg perfekt machen konnte. Wolters fuhr einen sicheren
zweiten Platz nach Hause, während sich Lorkowski dahinter an
Leopold vorbei arbeiten konnte und damit den letzten Podestplatz
sein Eigen nennen durfte.
Rotax Junioren: Familienduell der Dreysprings
Die Geschwister Anna-Lisa (Energy) und Christopher Dreyspring
(Intrepid) sorgten schon im Zeittraining für Aufsehen und
bildeten zusammen die erste Startreihe. Dabei ließ der Bruder
seiner schnelleren Schwester den Vortritt. Das Prefinale fand
nach einem Regenschauer in der Mittagspause auf nasser Strecke
statt und mischte die Karten komplett neu. Die richtige
Reifenwahl sollte entscheidend sein. Nur vier Piloten – darunter
die Pole-Setterin – setzten auf den vermeintlich sicheren
Regenreifen und so konnte Anna-Lisa Dreypring in den ersten
Runden ihren Vorteil klar ausspielen. Auch die
Regenreifenfahrer, Lukas Wenig (Nintendo Team Scheider) und
Philipp Killensberger (MSC Ipf Bopfingen) trumpften direkt
dahinter auf, mussten aber dann unabhängig voneinander ihre
Karts mit technischem Defekt vorzeitig abstellen. Konkurrenzlos
konnte Dreypring ihre Führung derweil auf über sechs Sekunden
ausbauen als die Strecke zur Halbzeit so gut wie abgetrocknet
war. Nun kam die Stunde der Slickpiloten: In Windeseile hatte
Felix Goldammer (Ernst-Motorsport) den Rückstand egalisiert und
kurzen Prozess mit der Spitzenreiterin gemacht. Auch ihr Bruder
Christopher war wenige Meter später zur Stelle und fand sofort
einen Weg vorbei. Am Ende gewann Goldhammer den Reifenpoker und
damit das Prefinale vor Christopher und Anna-Lisa Dreyspring.
Eine reine Familienangelegenheit wurde das Finale für die
Dreyprings. Zwar konnte Prefinalsieger Goldammer zunächst die
Spitze behaupten, doch schnell drehten Christopher und Anna-Lisa
Dreyspring richtig auf und gingen nacheinander am Führenden
vorbei. Während Goldammer sich daraufhin mit dem dritten Platz
zufrieden gab, entbrannte vorne das Geschwisterduell. Doch in
den 18 Runden gab es keine Positionsverschiebung mehr an der
Spitze und Christopher hielt seine Schwester bis zum Fallen der
Zielflagge in Schach.
Rotax Senioren: Wendt bestimmt das Geschehen
Mit nur fünf Teilnehmern waren die Rotax Senioren leider sehr
schwach vertreten. Stark hingegen war die Leistung von Phillip
Wendt (DMV Team Straube), der im Zeittraining die Bestzeit
markierte und auch im Prefinale unschlagbar war. Der
Intrepid-Pilot hielt die Konkurrenz bis zum Ziel auf
Sicherheitsabstand und gewann vor Marc Lupfer (JLC Racing) und
Maximilian Gunkel (VPD Team Germany).
Gunkel erwischte im Finale den besten Start und bugsierte sich
auf Position zwei. Zu Rennbeginn lieferte er noch einige
Angriffsversuche gegen den Führenden Wendt ab, musste aber dann
einsehen, dass der Pilot aus dem DMV Team Straube an diesem
Wochenende unschlagbar war. Während Wendt den Doppelsieg perfekt
machte, konzentrierte sich Gunkel auf die Verteidigung seines
zweiten Platzes, denn der Drittplatzierte Lupfer übte über die
gesamte Renndistanz mächtig Druck auf den VPD-Mann aus. Am Ende
entschied Gunkel das Duell knapp zu seinen Gunsten.
KZ2: Michele Di Martino dominiert
Ungewöhnlich unspektakulär ging diesmal die Königsklasse der
Schaltkarts zu Werke. Schon im Zeittraining brannte Michele di
Martino eine Zeit in den Asphalt, die fast eine halbe Sekunde
schneller als die Konkurrenz war. Entsprechend verlief das
Prefinale: Di Martino enteilte dem Feld zunehmend und fuhr
souverän den Sieg nach Hause. Auch die Ehrenplätze waren sofort
nach dem Start bezogen und gingen an Patrick Kreutz (AK Racing)
und Gastpilot Maximilian Severin.
Wie schon im ersten Durchgang entschied der Start bereits das
Rennergebnis: Di Martino setzte sich an die Spitze, hatte
zunächst noch Kreutz im Nacken, konnte diesen dann aber
kontinuierlich abschütteln. Di Martinos Sieg stand danach nicht
mehr in Frage. Auch der zweite Platz von Kreutz war eine sichere
Sache. Knapp wurde es nur um den dritten Rang, welchen Gérard
Phililipe Eckhardt (Energy/TM) knapp vor Tobias Zoll (MSR
Motorsport) ins Ziel retten konnte.
Am Abend blickte man auf eine äußerst gelungene Veranstaltung
zurück. Der ansässige RMSV Urloffen wurde einmal mehr seinem Ruf
als engagierter und zuvorkommender Gastgeber gerecht und auch
sportlich kamen die zahlreichen Zuschauer voll auf ihre Kosten.
Mehr davon erwarten wir bereits in zwei Wochen. Dann geht es für
das DMV Kart Championship zur nächsten Station, wenn auf dem
Erftlandring in Kerpen (04. September) der vorletzte Saisonlauf
bereits die ersten Titelentscheidungen bringen kann.
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